KI-Zusammenfassung mit Quellen · 3 Min. · Ausgabe 2027
Die Radstrecke des IRONMAN 70.3 Alghero: 90 wellige Kilometer zwischen Küste, Porto Conte und Wind
Eine einzige Runde, 770-850 Höhenmeter je nach Quelle, und das Meer als Variable Nummer eins: So gehst du sie an.
Was dich erwartet
Die Radstrecke ist eine einzige Runde von etwa 90 km mit Start in Alghero. Erst Richtung Süden entlang der Küste, dann nach Norden rund um den Parco di Porto Conte bis zum Capo Caccia und zurück in die Stadt. Die angegebenen Höhenmeter schwanken je nach Quelle zwischen etwa 770 und 850 m: Die Datenblätter widersprechen sich bei der genauen Zahl, nimm sie also als Richtwert. An der Sache ändert das nichts: Es ist keine flache Strecke, aber auch kein Bergrennen. Es ist das, was die Angelsachsen "rolling" nennen: kurze Anstiege, Falschflachstücke, ständige Antritte.
Achtung: Das Rennen geht in die zweite Auflage (die Premiere fand 2026 statt). Prüfe die Strecke 2027 also auf der offiziellen Karte, bevor du im Detail planst.
Der Wind ist der wahre Gegner
Auf einer exponierten Küstenstrecke wie dieser kann der Seewind mehr wiegen als die Höhenmeter. Die offenen Abschnitte Richtung Capo Caccia sind die Stellen, wo Gegen- oder Seitenwind Watt und Konzentration kostet.
Was du in der Vorbereitung tun solltest:
- Trainiere die Aeroposition auf langen, windigen Ausfahrten. Zwei Stunden auf den Extensions ohne Aufstehen müssen normal sein, keine Heldentat.
- Arbeite an den Antritten nach Kurven und am Ausgang kurzer Anstiege: Auf einer welligen Strecke verlierst du dort mehr Zeit als bergauf.
- Bei Zweifeln an den Laufrädern ist ein mittleres Profil (40-50 mm) die sichere Wahl bei Seitenwind. Eine Scheibe oder ein hohes Profil solltest du vor dem Rennen unter ähnlichen Bedingungen testen.
Pacing: 72-75 % FTP, ohne Ausnahmen
Auf einer welligen Runde ist die Versuchung groß, an den kurzen Anstiegen zu drücken und danach zu "erholen". Das ist der klassische Fehler, den du bei km 12 des Halbmarathons bezahlst.
Der Plan:
- Zielwert im Schnitt 72-75 % der FTP, wenn du auf eine Zeit gehst; etwas weniger beim ersten Half.
- An den kurzen Anstiegen gilt ein Deckel: nicht über 85-90 % FTP, nie über der Schwelle. Runterschalten, Trittfrequenz halten, drüber rollen.
- Bergab und mit Rückenwind nicht aufhören zu treten: Dort holst du Zeit gratis.
- Die Referenz-Splits: Für eine Gesamtzeit unter 5:30 brauchst du etwa 2:50 auf dem Rad (31-32 km/h Schnitt); für Sub 5:00 etwa 2:35. Rechne mit deinem echten Niveau, nicht mit dem erhofften.
Übersetzung und Material
Mit 700-850 Höhenmetern, verteilt auf kurze Anstiege, brauchst du keine Bergkassette, aber auch keine Übersetzung für flache Zeitfahren. Eine Compact- oder Semi-Compact-Kurbel mit 11-30 oder 11-32 hinten deckt alles ab und lässt dich auch im Falschflach gegen den Wind rund treten. Prüfe die Bremsen: Die Abfahrten zur Küste sind spektakulär, und das Panorama ist genau die Ablenkung, die du vermeiden musst. Saubere Linien, Blick nach vorn, vor der Kurve bremsen.
So trainierst du in den letzten 8 Wochen
- Eine Einheit pro Woche auf welligem Terrain: 2-3 Stunden mit wiederholten kurzen Anstiegen in konstantem Renntempo, nicht in Antritten.
- Eine Positionseinheit: lange Intervalle (2-3 x 20') auf den Extensions bei 75-80 % FTP.
- Mindestens zwei lange Ausfahrten mit anschließendem Koppellauf von 20-40 Minuten im Renntempo.
- Teste die Wettkampfverpflegung bei jeder langen Ausfahrt: 60-80 g/h Kohlenhydrate und ausreichend Natrium, alles vorher erprobt.
Die Entscheidung, die du treffen musst
Lege jetzt deinen Watt-Deckel für die Anstiege fest und schreib ihn aufs Cockpit. Am Renntag, mit fast 3.000 Athleten auf der Strecke und Adrenalin im Blut, zählt die notierte Zahl mehr als das Gefühl. Die letzten Laufkilometer werden zwischen Porto Conte und Capo Caccia gewonnen oder verloren.