KI-Zusammenfassung mit Quellen · 4 Min. · Austragung 2027
Das Rad im Kraichgau: 90 km Hügel, die keinen verzeihen, der zu hart losfährt
Über 1.000 Hm, steile Rampen durch Wälder und Weinberge und ein Zwischen-Cut-off bei km 34: So gehst du den Abschnitt an, der das Rennen entscheidet.
Das Gesamtbild
Eine einzige Runde mit rund 88-90 km und offiziell 1.029 Höhenmetern. GPS-Geräte der Athleten haben auch 1.100-1.200 m gemessen: Der Unterschied ändert nichts an der Sache. Das ist keine Strecke für persönliche Bestzeiten. Die Race Reports beschreiben sie als sehr hügelig und technisch, mit steilen Rampen durch die Wälder und Weinberge des Kraichgaus. Wer hier eine schnelle Radstrecke mit hohem Schnitt erwartet, ist beim falschen Rennen.
Wie die Runde verläuft
Die ersten 10 km sind ziemlich flach. Das ist die klassische Falle: frische Beine nach dem Schwimmen, Adrenalin, Gruppen, die Tempo machen. Nach rund 20 Minuten beginnen die Hügel – und sie hören bis T2 nicht mehr auf. Es gibt keinen symbolträchtigen 20-Minuten-Anstieg: Es ist ein ständiges Auf und Ab, mit Stichen, bei denen der falsche Gang sofort Rache nimmt. Der technische Charakter der Strecke verlangt auch in den Abfahrten und bei Tempowechseln volle Aufmerksamkeit: Jedes Antreten kostet Watt, die du später brauchst.
Pacing: Reserven lassen
Die Regel ist einfach: Was du in den ersten 10 km sparst, bekommst du bei km 70 zurück. Vermeide auf den kurzen Rampen Leistungsspitzen deutlich über deiner Schwelle: Auf einer Strecke mit Dutzenden Stichen leeren wiederholte Spitzen die Beine mehr als ein langer Anstieg im konstanten Tempo. Fahre die Anstiege in deinem Mitteldistanz-Tempo, nutze die Abfahrten zum Erholen und Essen – und denk daran, dass danach ein Halbmarathon kommt, der 2018 und 2019 bei 30 °C und mehr gelaufen wurde.
Übersetzung und Materialwahl
Bei über 1.000 Hm auf 90 km und steilen Rampen ist die Übersetzung eine Entscheidung, kein Detail. Kompaktkurbel (50/34) mit breiter Kassette (11-32 oder mehr) ist die sichere Wahl für die meisten Age-Grouper. Konkreter Test: Wenn du mit deinem leichtesten Gang auf Trainingsrampen keine Trittfrequenz über 70-75 rpm hältst, wechsle die Kassette. Das Zeitfahrrad bleibt sinnvoll, weil es viele fahrbare Abschnitte gibt – aber baue es so auf, dass du an den Stichen sitzen bleiben kannst.
Cut-offs und Regeln, die du kennen musst
Zwei Zahlen zum Merken: Der Kreisverkehr Luisenhof bei km 34 muss bis 12:00 Uhr passiert sein, und Schwimmen+T1+Rad müssen in 5h30 abgeschlossen sein (Regeln laut Ausgabe 2026: prüfe mögliche Aktualisierungen für 2027). Wenn du im hinteren Feld unterwegs bist, rechne deine Durchgangszeiten vorab durch und stelle sicher, dass du Puffer hast. Vorsicht beim Drafting: Es gibt auch am Eingang von T2 eine Penalty Box, die Regeln gelten also bis zum letzten Rennmeter.
Spezifisches Training
Drei Dinge gehören ins Programm. Erstens: Bergwiederholungen, Blöcke mit Stichen von 1-3 Minuten und lockerer Pause, um die Beine an das Sägezahnprofil zu gewöhnen. Zweitens: lange Ausfahrten auf welligem Terrain mit konstanter Watt-Kontrolle. Drittens: Brick-Einheiten mit hügeliger Radeinheit und anschließendem Lauf im Renntempo – denn genau dort stellt diese Strecke die Rechnung.
Unvorhergesehenes
Ein Athlet berichtete 2019 von einem Wespenstich auf dem Rad: Wenn du Allergiker bist, nimm deine Medikamente mit; an der Strecke gibt es Posten des Roten Kreuzes. Zum Wind liefern die Quellen keine verlässlichen Daten: Der Index ist mangels Informationen neutral, also baue darauf keine Strategie auf.
Was jetzt zu tun ist
Entscheide dich für deine Übersetzung und teste sie auf einer Strecke mit wiederholten Stichen, nicht im Flachen. Lege dein Watt-Limit am Berg fest und halte es in mindestens zwei langen Simulationen ein. Wenn dein Ziel bei rund 3h30-3h45 auf dem Rad liegt, berechne deine voraussichtliche Durchgangszeit bei km 34 und prüfe den Puffer zur 12:00-Uhr-Marke, bevor du an den Start gehst.