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Alpha · kostenlos bis 31. DezemberUnabhängige Rennbewertungen und Trainingsguide. Nicht mit The IRONMAN Group oder Challenge Family verbunden: Rennnamen werden beschreibend verwendet.

KI-Zusammenfassung mit Quellen · 3 Min. · Austragung 2027

Radstrecke in San Juan: schnell auf dem Hinweg, teuer auf dem Rückweg

90 flache Kilometer Richtung Dorado – aber der Gegenwind auf dem Rückweg und der unebene Asphalt entscheiden dein Rennen mehr als die Höhenmeter.

Die Strecke im Überblick

90 km mit offiziell 261 Höhenmetern: Auf dem Papier eine der schnellsten Radstrecken überhaupt. Es geht raus aus San Juan, entlang der Nordküste Richtung Dorado, mit Abschnitten direkt am Meer und ein paar kurzen Wellen. Keine echten Anstiege: welliges, aber schnelles Terrain. Laut den groben Prognosen im Streckenprofil kommt ein durchschnittlicher Age-Grouper nach rund 2:55 h an, ein entspannter Finisher nach 3:20 h, die Top-Age-Grouper bleiben unter 2:20 h. Das sind Schätzungen, keine offiziellen Daten.

Der Wind sind die wahren Höhenmeter

Mehrere Race Reports von Teilnehmern berichten von starkem Wind, vor allem auf dem Rückweg nach San Juan. Das Drehbuch ist der Klassiker auf Küstenstrecken: Hinweg mit Schub, Rückweg mit Rechnung. Der häufigste Fehler: Auf dem Hinweg 38–40 km/h ablesen, sich für in Topform halten und Watt verbrennen, die später fehlen. Mach das Gegenteil: Setz dir ein Power-Target (oder ein Ziel nach gefühlter Anstrengung, wenn du ohne Powermeter fährst) und halte es in beiden Hälften identisch. Wenn du auf dem Hinweg schnell bist und wenig investierst: Geschenk annehmen, nicht nachlegen. Auf dem Rückweg bleib kompakt in der Aeroposition: Gegen den Wind zählt die Position mehr als die Watt.

Asphalt: Reserve einplanen

Feedback von Teilnehmern meldet streckenweise kaputten Asphalt. Es ist keine technische Strecke, aber Schlaglöcher und Flickstellen bei 40 km/h richten Schaden an: herausgeschleuderte Flaschen, Platten, wackelnde hintere Flaschenhalter. Drei konkrete Gegenmaßnahmen: robuste Reifen statt der leichtesten Zeitfahrmodelle, kein extremer Luftdruck, und alles Material fixieren wie für leichtes Kopfsteinpflaster. Komplettes Pannenset – und wissen, wie man es benutzt.

Die Hitze steigt während des Splits

Das Radfahren startet, wenn die Luft noch erträglich ist, aber die durchschnittlichen Höchstwerte liegen bei etwa 28°C mit hoher Luftfeuchtigkeit, und die Sonne steigt schnell. Das Rad ist dein bestes Zeitfenster zum Trinken: Beim Laufen, in der Hitze von Old San Juan, wird das Nachführen von Flüssigkeit deutlich schwieriger. Für einen trainierten Athleten gilt ein einfaches Prinzip: Trink ab den ersten Kilometern, regelmäßig, ohne auf den Durst zu warten. Bereits dehydriert in T2 anzukommen ist der Fehler, den Race Reports am häufigsten als Ursache für den Einbruch auf dem Halbmarathon nennen.

Die 800 Meter, mit denen du nicht rechnest

Ein lokaler Coach, der die Strecke analysiert hat, meldet rund 800 Meter Laufweg von und zur Rad-Wechselzone. Das ist kein Detail: Barfuß oder in Radschuhen macht das einen Unterschied für Laune und Sehnen. Überleg dir ein Paar alte Laufschuhe für diesen Abschnitt in der Wechselzone, und übe im Training die komplette Sequenz: absteigen, 800 Meter mit dem oder zum Rad laufen, weiterfahren.

Was jetzt zu tun ist

  • Wind-Test: Such dir bei den nächsten langen Ausfahrten einen windigen Tag und fahr 2x30' mit demselben Power-Target, einmal mit, einmal gegen den Wind. Lerne, wie sich die Geschwindigkeit bei gleicher Anstrengung verändert.
  • Reifen-Entscheidung: Wähle jetzt robuste Reifen und den Luftdruck, und fahr sie vor dem Rennen mindestens 300 km ein.
  • Trink-Test: Simuliere den kompletten Hydrationsplan bei einer heißen Ausfahrt von 2:30–3 h, mit derselben Flaschenanordnung wie im Rennen.
  • Wechsel-Test: Beende einmal pro Woche die Ausfahrt mit 800 Metern sofortigem Laufen, auch langsam. Am Renntag ist es dann ein bekannter Ablauf, keine Überraschung.