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KI-Zusammenfassung mit Quellen · 4 Min. · Ausgabe 2027

Das Radfahren in Les Sables-d'Olonne: 180 km auf zwei Runden, mit dem Wind als Gegner

Welliges Profil, unklare Höhenmeter, der Atlantik an der Seite: So planst du den Split, der über deinen Marathon entscheidet.

Die Ausgangslage

Der Rad-Split der Langdistanz umfasst 180 km auf zwei Runden. Eine renndedizierte Quelle beschreibt ihn als welligen, hügeligen Kurs ohne echte Anstiege, aber auch nie wirklich flach. Zu den Gesamthöhenmetern der Full gibt es keine verlässliche Angabe: Unser Datenblatt nennt rund 500 Hm, der Wert ist in den Quellen aber nicht bestätigt. Zum Vergleich: Der 70.3, der im selben Gebiet stattfindet, wird mit etwa 600 Hm auf 90 km beschrieben. Folgt die Full diesen Profilen, könnten die realen Höhenmeter über den angegebenen 500 liegen. Die Quellen widersprechen sich: Plane für ein Szenario zwischen 500 und 1.000 Hm und prüfe die offizielle Streckenkarte 2027, sobald sie veröffentlicht wird.

Das Terrain

Die 70.3-Strecke führt durch den Wald von Olonne, die Salinen und die Dörfer des Hinterlands der Vendée, mit Start und Ziel nahe am Meer. Für die Full sind die Streckendetails in den Quellen nicht veröffentlicht, aber das Terrain ist dasselbe: Landstraßen, falsche Flachstücke, wenige visuelle Orientierungspunkte und Wind, der ungebremst vom Atlantik kommt. In den Athletenumfragen 2025 landete der Rad-Split beim Gesamterlebnis unter den besten der IRONMAN Series: ein Zeichen für gute Straßen und einen flüssigen Kurs – nicht für einen leichten Kurs.

Der wahre Gegner: der Wind

Ende Juni ist der Wind an der Atlantikküste die wahrscheinlichste Variable. Auf einem Kurs mit zwei Runden heißt das konkret: Die Gegenwindabschnitte fährst du zweimal, und die zweite Runde kommt mit 90 km in den Beinen. Viele Küstenkurse lehren dieselbe Lektion: Wer gegen den Wind drückt, um das Tempo zu halten, zahlt im Marathon alles zurück. Fahre nach Watt oder nach gefühlter Anstrengung, nicht nach Geschwindigkeit. Mit Rückenwind beschleunigst du sanft; bei Gegenwind akzeptierst du das langsamere Tempo und bleibst in der Aeroposition.

Pacing: Die zweite Runde entscheidet den Marathon

Der praktische Rat ist einfach: erste Runde bei 70-72 % deiner FTP, ohne Ausnahme. Auf einem welligen Kurs ist die Versuchung groß, an jedem falschen Flachstück anzuziehen: Jede Attacke über der Schwelle ist ein Kredit, den dir der Marathon mit Zinsen abverlangt. Wenn du bei Halbzeit das Gefühl hast, zu wenig gemacht zu haben, bist du genau richtig. In der zweiten Runde kannst du leicht erhöhen, aber nur, wenn Körpergefühl und Ernährung mitspielen.

Material und Übersetzung

Mit 500-1.000 Hm auf 180 km brauchst du keine Kletterübersetzung: Ein Standard-Zeitfahrkettenblatt mit einer 11-30- oder 11-32-Kassette deckt alles ab und lässt dir Trittfrequenz in den falschen Flachstücken gegen den Wind. Laufräder: Bei möglichem Atlantikwind ist ein mittleres Profil (50-60 mm) vorne besser zu kontrollieren als eine Scheibe, die Seitenböen ausgesetzt ist; entscheide nach der Wettervorhersage der Rennwoche. Aufleger und Aeroposition müssen trainiert werden: Auf diesem Kurs wirst du viele Stunden in der Aeroposition verbringen.

Was jetzt zu tun ist

Drei konkrete Schritte. Erstens: Baue in deine langen Radausfahrten Blöcke von 60-90 Minuten im Renntempo auf welligen, möglichst windigen Strecken ein, mit fixierter Leistung bei 70-72 % FTP. Zweitens: Teste die Wettkampfernährung (80-90 g/h Kohlenhydrate) genau in diesen langen Einheiten, nicht am Schreibtisch. Drittens: Sobald die offizielle Karte 2027 erscheint, lade die Strecke herunter, prüfe die realen Höhenmeter und passe die Laufradwahl an den vorhergesagten Wind an. Das Radfahren in Les Sables-d'Olonne bricht dir nicht die Beine mit Anstiegen: Es zermürbt dich mit Beständigkeit. Es gewinnt, wer 180 km lang diszipliniert bleibt.