KI-Zusammenfassung mit Quellen · 4 Min. · Austragung 2026
Das Radfahren in Manama: Highway, F1-Strecke und auffrischender Wind
90 flache, aber nicht banale Kilometer: ein Out-and-Back auf der Schnellstraße, eine Runde auf dem Bahrain International Circuit und ein kurvenreiches Finale.
Die Strecke im Überblick
Eine einzige Runde über 90 km (auf Strava 90,7 km, 297 Hm). Flach, auf Asphalt in Bahrain, der als außergewöhnlich glatt beschrieben wird – aber kein endloses Geradeaus. Drei Blöcke: rund 45 km Out-and-Back auf einem großen Highway, eine komplette Runde auf dem Bahrain International Circuit in der Mitte und ein finaler Abschnitt von 10-15 km mit vielen Kurven. Ein Rennbericht von 2019 weist darauf hin, dass der Garmin etwas mehr oder weniger als die nominellen 90 km anzeigen kann: Kalibriere Pacing und Verpflegung auf 91-92 km, dann gerätst du nicht ins Rechnen.
Der Highway: Hier wird die Zeit gemacht
Das Out-and-Back auf der Schnellstraße ist das Herzstück des Radsplits. Zwei Dinge musst du wissen. Erstens: Vor dem Race Day ist die Strecke nicht mit dem Rad befahrbar, der Verkehr rollt mit 120+ km/h. Keine Streckenbesichtigung, Punkt. Teste nur den zugänglichen Mittelabschnitt, den Rest studierst du auf Karte und Höhenprofil. Zweitens: Hier regiert der Wind. Mehrere Race Reports bestätigen, dass der Wind im Laufe des Vormittags zunimmt und in den offenen Wüstenabschnitten aus allen Richtungen kommt: von vorne, von der Seite, von hinten – manchmal in derselben Runde. Die Regel ist einfach: Bei Rückenwind drücken und kostenlose Geschwindigkeit mitnehmen; bei Gegenwind aero bleiben, Schultern runter und die Zahlen akzeptieren, die du siehst. Konstante Watt schlagen das Ego.
Die Runde auf der F1-Strecke
Ja, es wird wirklich auf dem Bahrain International Circuit gefahren. Es ist der spektakuläre Moment des Rennens, aber Achtung: Der Asphalt der Strecke ist rauer als der der Straße, und es gibt 8-10 Kurven mit leichten Steigungswechseln. Jede Kurve ist ein Antritt. Wenn du nicht in Aeroposition aus der Kurve kommst und ohne Reißen wieder Tempo aufnimmst, verlierst du hier Sekunden und verbrennst Körner. Trainiere diesen Ablauf: Kurve, Ausgang, progressiver Antritt im Sitzen, zurück in die Aeroposition. Bei einem schnellen 70.3 kosten unsaubere Antritte mehr als Anstiege.
Das Finale mit den Kurven
Die letzten 10-15 km sind für die Verhältnisse einer flachen Strecke technisch: viele Kurven, gebrochener Rhythmus. Zwei praktische Konsequenzen. Plane das letzte Gel nicht 5 km vor T2: Nimm es früher, solange die Straße noch gerade ist. Und schalte in den letzten 3-4 km auf einen leichteren Gang, um die Beine auf die vier Laufrunden vorzubereiten.
Drafting: Fahr dein eigenes Rennen
Mehr als ein Race Report meldet verbreitetes Drafting und wenige Motorrad-Kampfrichter. Auf einer flachen, schnellen Strecke bilden sich Gruppen von allein. Entscheide vorher, wie du dich verhältst: Halte die vorgeschriebenen Abstände ein, lass die ziehen, die mit 45 km/h antreten, und lass dich nicht aus deinen Watt reißen. Wer sich auf dem Highway an einen Zug hängt, zahlt dafür meist auf den vier Runden des Halbmarathons.
Pacing auf einer PB-Strecke
Die Strecke gilt als rund 4,7% schneller als der Median der 70.3-Rennen. Übersetzt: Das größte Risiko ist, auf dem Rad zu überziehen, weil "es ja flach ist". Lege dein Watt- oder Belastungsziel vor dem Rennen fest und halte es vor allem in der ersten Hälfte ein, wenn der Wind schwächer ist und die Geschwindigkeit geschenkt wirkt. Der echte Test ist dieser: Auf halber Highway-Strecke musst du dich kontrolliert fühlen, nicht auf der Flucht.
Was du im Training tun solltest
Drei konkrete Dinge. Erstens: lange Blöcke in Aeroposition (20-30 Minuten am Stück), denn hier liegst du fast durchgehend auf den Extensions. Zweitens: Kurvenausgänge in Aeroposition mit progressivem Antritt, in Serien, für den Circuit und das Finale. Drittens: mindestens ein paar Ausfahrten bei starkem Seitenwind, um das Handling mit Race-Laufrädern zu üben. Wenn die Wettervorhersage in den Tagen davor zunehmenden Wind meldet, erwäge ein flacheres Vorderrad: Diese Entscheidung triffst du vor Ort, nicht zu Hause.