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Alpha · kostenlos bis 31. DezemberUnabhängige Rennbewertungen und Trainingsguide. Nicht mit The IRONMAN Group oder Challenge Family verbunden: Rennnamen werden beschreibend verwendet.

KI-Zusammenfassung mit Quellen · 4 Min. · Austragung 2027

Die Radstrecke auf Penghu: 178 km, auf denen der Wind das Sagen hat

Drei Loops, drei Inseln, 1.205 Höhenmeter und exponierte Dammbrücken: Den Radsplit von Penghu gewinnst du mit dem Kopf und dem richtigen Powerplan.

Die Strecke: drei Loops über drei Inseln

Die offizielle Seite gibt 178,1 km auf drei Loops an, mit zwei Wendepunkten und 1.205 Höhenmetern. Echte Anstiege gibt es nicht: Es geht ständig wellig dahin, über die Penghu Great Bridge und die langen Dammbrücken, die die drei Inseln des Archipels verbinden. Ein Finisher von 2026 berichtet, die große Brücke im Rennen sechsmal überquert zu haben, immer mit gesenktem Kopf wegen des Windes. Der Special-Needs-Beutel liegt am Parkplatz Xiyu West Fort, am Wendepunkt: Pack extra Verpflegung und einen Ersatzschlauch rein. Du kommst insgesamt 10-mal an den Verpflegungsstationen vorbei: Nutze sie als Checkpoints zum Trinken und Essen, fahr nicht einfach durch.

Der Wind entscheidet das Rennen

Penghu ist eine Windsurf-Hochburg, und das nicht ohne Grund. Der Wind ist der Faktor Nummer eins auf diesem Split, mehr als die Höhenmeter und mehr als die Hitze. Die Vorjahre sprechen eine klare Sprache: 2025 brachte eine Kaltfront in der Nacht vor dem Rennen heftigste Böen. Die Radstrecke wurde noch am Morgen geändert, um die exponiertesten Abschnitte zu umgehen, und war am Ende länger, rund 185 km. Mehrere Race Reports von dieser Ausgabe melden brutalen Seitenwind über weite Teile der 185 km und Stürze im Rennen. 2026 dagegen berichtet ein Finisher von weniger Wind als befürchtet, der aber trotzdem den ganzen Split über zermürbend war. Fazit: Du weißt nicht, welches Penghu dich erwartet. Bereite dich auf die schlimmste Version vor.

Die kritischen Abschnitte sind die Dammbrücken zwischen den Inseln: lang, flach, komplett exponiert, ohne Windschutz. Bei Seitenwind und Hochprofilfelgen wird das zur Balance-Übung. Hier zählt Fahrzeugbeherrschung, nicht Watt.

Pacing: Watt, nicht Kilometer

Der wichtigste Punkt dieses Guides: Die Strecke kann noch am Rennmorgen geändert werden. Das ist schon passiert. Bau also keinen Plan, der an exakten Kilometern hängt ("bei km 90 mache ich X"). Bau einen Plan nach Watt oder Gefühl, aufgeteilt in Blöcke: Loop 1 konservativ, Loop 2 im Zielbereich, Loop 3 kontrolliert mit Blick auf den Marathon. Widerstehe im Gegenwind der Versuchung zu drücken, um die Geschwindigkeit "aufzuholen": Das verbrennt dein Rennen. Bei Rückenwind zieh an, dort holst du dir die Zeit umsonst.

Wenn du mit Powermeter fährst, setz dir einen Watt-Deckel für die Gegenwindabschnitte und halte ihn ein. Fährst du nach Gefühl, nutze die 10 Durchfahrten an den Verpflegungsstationen als Reset-Momente: Check, was du im letzten Block getrunken und gegessen hast.

Material und Übersetzung

In einer früheren Ausgabe waren Scheibenräder wegen Starkwindprognosen verboten (am Ende waren die Bedingungen gut, aber das Verbot galt). Auch ohne Verbot gilt: Mit dem Wind von Penghu ist ein mittleres Felgenprofil vorne sicherer als ein hohes. Nimm notfalls zwei Optionen mit und entscheide nach Briefing und Wetterbericht. Übersetzung: Bei 1.205 Höhenmetern, verteilt auf Wellen, braucht es keine Bergübersetzung, aber bei starkem Gegenwind fährst du Anstiegs-Geschwindigkeiten: eine etwas leichtere Kassette ist kein Fehler.

Was du bis zum Rennen tun solltest

  • Trainiere in Aeroposition bei Seitenwind und Böen, auf offenen, exponierten Straßen. Wenn dir der Lenker bei 40 km/h Wind im Training Angst macht, macht er dir im Rennen noch mehr Angst.
  • Erstelle zwei Powerpläne: einen für 178 km, einen für eine verlängerte oder geänderte Version.
  • Teste die Laufräder, die du fahren wirst, bei windigen Bedingungen, nicht nur an guten Tagen.
  • Entscheide jetzt, was in den Special-Needs-Beutel am Xiyu West Fort kommt: extra Verpflegung und Pannenmaterial.

Die Radstrecke von Penghu gewinnt man nicht: Man managt sie. Wer mit intakten Beinen und klarem Kopf in T2 ankommt, hat schon die halbe Arbeit erledigt.